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Bereits 2014 erschien ein Artikel in der Ärztezeitung: Durch Neurofeedback konnten die Lähmungen verursacht durch einen Schlaganfall deutlich verbessert werden.

Abhängig davon, wie lange die Regionen im Gehirn bei einem Schlaganfall mit zu wenig Sauerstoff versorgt wurden, leiden Patienten unter leichten bis hin zu schweren Behinderungen.

Manche Behinderungen und Lähmungserscheinungen nach einem Schlaganfall sind so gravierend, dass ein normaler Alltag eigentlich nicht mehr möglich ist. Dies war auch bei 32 Patienten aus Tübingen der Fall, die sich für diese Studie zur Verfügung stellten.

Sie konnten zum Beispeil nach dem Schlaganfall ihre rechte Hand nicht mehr öffnen und schließen. Dadurch waren sie nicht in der Lage Alltagsgegenstände zu greifen. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen geteilt. Eine Gruppe erhielt intensive Physiotherapie. Die Vergleichsgruppe  erhielt neben der Physiotherapie zusätzlich Neurofeedback.

In der Studie ging es um die Vorstellungskraft. Die Betroffenen stellten sich die HAndbewegung im Detail vor. Dabei wurden mittels EEG ihre Hirnströme gemessen. Diese Daten wurden an einen Computer weitergeleitet, der mit einer Prothese verbunden war. Diese Prothese hat dann die „gedachten“ Bewegungen umgesetzt. Die teilnehmenden Patienten trainierten über 14 Tage und mindestens 250 Mal an jedem Tag.

Neurofeedback verändert die Hirnaktivität

Der Effekt beruht darauf, dass die Patienten über das Neurofeedback ein bestimmtes Wellenmuster, den sensomotorischen Rhythmus, beeinflussen.

Durch eine Bewegung oder die Vorstellung einer Bewegung wird dieses Frequenzband im EEG desynchronisiert, das heißt, die schnellen Betawellen herrschen vor.

Schlagen seine Anstrengungen fehl, kann der Patient es an den Mustern sehen. Dieses Feedback soll die Gehirnaktivität also nicht nur überwachen, sondern bei Lernschritten helfen.

Am Ende der zwei Wochen wurde verglichen, ob die tatsächliche Beweglichkeit der so therapierten Patienten sich im Vergleich zur Kontrollgruppe verbessert hatte. Tatsächlich war dies der Fall. Das Neurofeedback verändert auf lange Sicht also die Wellenmuster im Gehirn und beeinflusst den beeinflussen sensomotorischen Rhythmus.

Haben Sie Fragen zu Neurofeedback und wollen Sie wissen, wie Sie Ihre Bewegungsfähigeit verbessern können? Dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.